In dieser Studie wurden p-Phenylendiamin und o-Phenylendiamin als Vorläufer verwendet, um blaue fluoreszierende Kohlenstoffpunkte (B-CDs) mittels solvothermaler Synthese herzustellen. Die Quantenausbeute (QY) der Fluoreszenz erreichte 73,63%. Es wurde ein Fluoreszenzsensor zur schnellen Detektion von Ag+-Ionen im Wasser und L-Cystein (L-Cysteine, L-Cys) im Fleisch von Nutztieren aufgebaut. Bei einer optimalen Anregungswellenlänge von 370 nm nimmt mit steigender Ag+-Konzentration im Bereich von 20,00 bis 120,00 μM das Fluoreszenzsignal bei 450 nm ab, während das Signal bei 604 nm leicht verstärkt und rotverschoben wird. Daraus ergibt sich eine gute lineare Reaktion des Fluoreszenzverhältnisses (F450/F604) auf die Ag+-Konzentration. Bei Zugabe von L-Cys im Bereich von 0 bis 200,00 μM zum B-CDs/Ag+-System verkürzen sich die Emissionspeaks bei 450 nm und 604 nm auf 500 nm, wobei das Fluoreszenzsignal an dieser Stelle verstärkt wird. Das B-CDs/Ag+-System zeigt eine gute lineare Reaktion auf die L-Cys-Konzentration, und es wurde eine visuelle Erkennungsplattform für L-Cys mit Smartphone-Unterstützung entwickelt. Der Sensor zeigt bei der Analyse realer Proben eine hervorragende Störfestigkeit und Reproduzierbarkeit. Die Methode zeichnet sich durch einfache Handhabung, niedrige Kosten, hohe Empfindlichkeit und Zuverlässigkeit aus. Das An-Aus-Fluoreszenzansprechverhalten bietet hohe Selektivität und Signalsteuerung, wodurch die doppelzielgerichtete Detektion breite Anwendungsmöglichkeiten in der Umweltüberwachung, Lebensmittelsicherheit und verwandten Bereichen besitzt.