Aufgrund der offenen Zwischenschichtspalte kann eine deutlich anizotrope geschichtete Strukturmatrix mehr Möglichkeiten zur Steuerung der Lumineszenz von Selten-Erd-Ionen bieten. In dieser Arbeit wurde mittels Hochtemperatursynthese ein geschichtetes Bi2ErO4Cl-Phosphor mit K+-Ionen-Dotierung hergestellt, und die Auswirkungen der K+-Dotierung auf die Kristallstruktur, die Upconversion-Lumineszenz und die Temperatur-Sensoreigenschaften systematisch untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass K+-Ionen bevorzugt die Zwischenschichtvakantstellen der Matrix besetzen und dadurch eine einzigartige anizotrope Gitterschädigung „laterale Ausdehnung - longitudinale Kompression“ verursachen, was die lokale Symmetrie der Er3+-Ionen weiter verringert. Unter 980-nm-Laseranregung verlängert die K+-Dotierung (Molenbruch 3%) die Fluoreszenzlebensdauer der roten 4F9/2→4I15/2-Übergangs von Er3+ und erhöht gleichzeitig die Intensität um das Dreifache. Basierend auf der Temperaturmesstechnik des Fluoreszenzintensitätsverhältnisses, das durch die Stark-Aufspaltung des 4F9/2-Niveaus verursacht wird, zeigt das Material eine hervorragende Temperaturfühlsensitivität und thermische Zyklusstabilität, wobei die absolute Sensitivität SA und die relative Sensitivität SR 0,19 %·K-1 bzw. 0,48 %·K-1 erreichen. In dieser Studie kann das große Ionenradius-K+ durch Zwischengitterdotierung eine Gitterverzerrung und eine lokale Kristallfeldsteuerung der geschichteten Matrix erreichen und bietet somit neue Ansätze zur Entwicklung von Hochleistungs-Upconversion-Temperatursensormaterialien.