Eine Serie von Y2MoO6∶0.01Er3+/xYb3+ Aufwärtskonversions-Pulvern mit unterschiedlichen Konzentrationen von Yb3+-Ionen (0.01, 0.03, 0.05, 0.07, 0.09, 0.11) wurde mittels Hochtemperatur-Festkörpermethode hergestellt. Die lumineszenten Eigenschaften wurden mittels Röntgendiffraktometrie (XRD), Rasterelektronenmikroskopie (SEM), Fluoreszenzemissionsspektren, Fluoreszenzabbaukurven und Berechnungen nach der Judd-Ofelt-Theorie untersucht und berechnet. Die Versuchsergebnisse zeigen, dass Y2MoO6∶0.01Er3+/xYb3+ zur monoklinen Phase gehört, die Probe eine hohe Reinheit aufweist und die Dotierionen die Wirtsstruktur nicht verändern. Bei Anregung mit 980 nm Wellenlänge nimmt mit zunehmendem Yb3+-Ionengehalt die spektrale Emissionsintensität zunächst zu und nimmt dann ab; bei einer Dotiermenge von 0.09 erreicht sie ihr Maximum, wobei die Probe grünes Licht emittiert, gefolgt von Konzentrationsabschaltung. Nach der Dexter-Energietransfertheorie ist der dominierende Faktor für die Konzentrationsabschaltung die elektrische Dipol-Dipol-Wechselwirkung. Grünes Licht emittiert im Bereich von 520~570 nm mit den Er3+-Übergangslevels 2H11/2→4I15/2 und 4S3/2→4I15/2. Rotes Licht wird im Bereich von 650~680 nm erzeugt, mit dem Er3+-Übergang 4F9/2→4I15/2. Sowohl die grüne als auch die rote Emission gehören zu einem Zweiphotonenprozess. Die spektroskopischen Parameter wurden nach der J-O-Theorie berechnet, und mit zunehmendem Yb3+-Ionengehalt betragen die Werte von Ω2 jeweils 0.16×10-20 cm2, 0.28×10-20 cm2, 0.38×10-20 cm2, 0.39×10-20 cm2, 0.56×10-20 cm2 und 0.42×10-20 cm2, wobei bei x=0.09 das Maximum erreicht wird. Dies liegt hauptsächlich daran, dass zu diesem Zeitpunkt die lokale Symmetrie des Emissionssystems am geringsten ist, was die Überlappung der Orbitale erhöht, elektronische Übergänge zwischen den Energieniveaus erleichtert und so den Aufwärtskonversions-Emissionsprozess fördert.