Weiße organische Leuchtdioden (WOLEDs) zeichnen sich durch ihre Energieeinsparung, Dünnheit und flexible Anzeige aus und haben daher breite Anwendungsperspektiven im Bereich der Festkörperbeleuchtung und Vollfarbanzeige. Traditionelle WOLEDs verwenden häufig mehrschichtige Strukturen, in denen verschiedene farbige Leuchtschichten (z. B. Rot, Grün, Blau) übereinander gestapelt werden, um eine Weißlichtemission zu erzielen. Diese Struktur ist jedoch mit komplizierten Herstellungsprozessen und hohen Produktionskosten verbunden. Daher hat die Entwicklung von WOLEDs mit einer einzigen Leuchtschicht, die mittels Lösungsmittelprozessen hergestellt werden, große Forschungsaufmerksamkeit erhalten. In dieser Studie wurde ein ultrakleines organisches Fluoreszenzmolekül (4,7-bis(thiophen-2-yl)benzo[c][1,2,5]thiadiazol, TBT) entworfen und synthetisiert, das nur aus einem Thiadiazol-Akzeptor und einem Thiophen-Donor besteht und im Bereich von 450-650 nm ein breitbandiges gelb-orangefarbenes Licht mit einem Maximum bei 560 nm emittieren kann. Durch das Design einer einkomponentigen Leuchtschichtstruktur aus Poly(N-vinylcarbazol) (PVK), 1,3-bis(5-(4-(tert-Butyl)phenyl)-1,3,4-oxadiazol-2-yl)benzol (OXD-7) und TBT wurde die Emission von kaltweißem, reinweißem und warmweißem Licht im Bereich von 400-650 nm realisiert, mit einer maximalen externen Quanteneffizienz von 2,3 % und einer maximalen Helligkeit von bis zu 4000 cd/m². Dieses ultrakleine Fluoreszenzmolekül verbindet die Vorteile einer kostengünstigen, einfachen Synthese, lösungsmittelbasierten Verarbeitung und hoher Lichteffizienz und bietet somit einen praktikablen Weg für kostengünstige Leuchtanwendungen in Beleuchtungs- und Displaybereichen.