Perowskit-Leuchtdioden (PeLEDs) gelten aufgrund ihres einstellbaren Spektrums und der potenziell kostengünstigen Herstellung durch Lösungsverarbeitung als vielversprechende Kandidaten für die nächste Generation hochauflösender Anzeigetechnologien und ziehen sowohl in Wissenschaft als auch Industrie großes Interesse auf sich. Derzeit ist das Spin-Coating-Verfahren eine der häufigsten Methoden im Labor zur Herstellung von Perowskiten. Allerdings stößt dieses Verfahren auf Herausforderungen wie toxische Lösungsmittel mit hohem Siedepunkt, ungleichmäßige Kristallisation und schlechte großflächige Filmformation. Im Gegensatz dazu überwinden Vakuum-Thermoverdampfungsverfahren diese Probleme effektiv: Diese Methode ist umweltfreundlich, da keine Lösungsmittel verwendet werden, ermöglicht eine präzise Kontrolle von Schichtdicke und Verdampfungsrate und ist mit der Fertigungslinie für organische Leuchtdioden (OLED) kompatibel, was die Kommerzialisierung von PeLEDs für großformatige Displays vorantreiben könnte. Dieser Artikel nennt zunächst drei gängige Prozessmethoden der Vakuum-Thermoverdampfung, beschreibt anschließend die jüngsten Forschungsfortschritte bei effizienten roten, grünen und blauen PeLEDs hinsichtlich Materialstrategien, Grenzflächenoptimierung und Leistungssteigerung und gibt abschließend einen Ausblick auf Herausforderungen und zukünftige Entwicklungsperspektiven der Kommerzialisierung dieses Verfahrens.