Die deformierte Mikroresonator-Mikrokavität im Wandmodus (WGM) kombiniert einen hohen Qualitätsfaktor des WGM-Modus mit den Vorteilen eines reichhaltigen internen Moduspfads und besitzt eine wichtige Forschungsbedeutung in den Bereichen chaotische Dynamik, Sensorik und gerichtete Laseremission. In dieser Arbeit werden Wasserstoff-Sauerstoff-Flammen- und CO₂-Lasererwärmung kombiniert: Zunächst werden zwei optische Fasern durch Wasserstoff-Sauerstoff-Flammenerwärmung verschmolzen und gezogen, anschließend wird durch eine zweite Verschmelzung und Ziehung mittels CO₂-Laser eine Anordnung von Erdnuss-förmigen WGM-Mikrokavitäten hergestellt. Im Experiment untersuchten wir den Einfluss der Zugstrecke beim Wasserstoff-Sauerstoff-Flammenheizen sowie den Abstand zwischen zwei CO₂-Laserheizpositionen auf Größe und Morphologie der hergestellten Erdnuss-Kavitäten. Anschließend wurde mittels konischer Faserkopplung die Austrittsintensität unter verschiedenen Winkeln erforscht und mit Simulationssoftware simuliert. Die Ergebnisse beider Methoden stimmen überein und bestätigen die gerichtete Emission. Zudem wurden experimentell Fasern mit unterschiedlichen Durchmessern und hohle Glasrohre kombiniert, um asymmetrische Erdnuss-Kavitäten mit zwei unterschiedlich großen Lappen und einem einpoligen Hohlraum herzustellen; deren Emissionseigenschaften wurden simulativ untersucht, was die Universalität des Ansatzes bestätigte. Diese Arbeit stellt eine einfache und schnelle Methode zur Massenherstellung von WGM-Erdnuss-Kavitäten vor und legt die Grundlage für die Forschung und Anwendung deformierter WGM-Mikrokavitäten.