Leuchtdioden sind die Kernelemente neuer Displaytechnologien und auch die führende Branche der Informations- und Kommunikationstechnologie der nächsten Generation. Blei-Halogenid-Perowskit-Leuchtdioden sind als neu aufkommende Displaytechnologie gekennzeichnet durch hohe Farbtreue, breites Farbspektrum, einfache Verarbeitungsprozesse und niedrige Kosten, und stellen ein Forschungsschwerpunkt in der optoelektronischen Geräteforschung im In- und Ausland dar. Allerdings ist für eine hohe Energieumwandlungseffizienz der Einsatz von bleihaltigen Halogenid-Perowskiten erforderlich, die umweltschädlich sind. Momentan gelten Zinn-Halogenid-Perowskite aufgrund ihrer niedrigen Exziton-Bindungsenergie und guten Ladungsträger-Mobilität als vielversprechende Alternativen. Aufgrund ähnlicher Ionenradien und Valenzzustände kann Zinn (Sn) toxisches Blei (Pb) teilweise oder vollständig ersetzen, um Blei-gehaltige oder bleifreie Halogenid-Perowskite zu realisieren; gleichzeitig führt der teilweise oder vollständige Ersatz von Pb durch Sn zu neuen lumineszenten Eigenschaften. Obwohl Zinn-basierte Halogenid-Perowskite erhebliche Fortschritte bei der Verbesserung der optoelektronischen Eigenschaften erzielt haben, bleiben die Parameter der daraus hergestellten Leuchtgeräte hinter denen der Blei-Halogenid-Perowskite zurück. Diese Arbeit zielt darauf ab, einen detaillierten Überblick über die Fortschritte in der Synthese und den optoelektronischen Eigenschaften von Zinn-Halogenid-Perowskiten sowie die Herausforderungen, denen sie gegenüberstehen, zu geben, die Struktur-Leistungs-Beziehung zwischen Kristallstruktur und optoelektronischen Eigenschaften zu untersuchen und die Fortschritte bei der Anwendung von Zinn-Perowskiten in elektrolumineszenten Geräten zu überblicken, wobei der Schwerpunkt auf Strategien zur Verbesserung der Filmeigenschaften der Materialien zur Steigerung der Geräteleistung liegt. Die Übersichtsarbeit bietet eine Referenz für die Synthese, Leuchteigenschaften und LED-Anwendungen von Zinn-Halogenid-Perowskiten.