Thermolumineszenz-Tests sind die wichtigsten Prüfverfahren bei der Erforschung von Materialien mit langanhaltendem Nachleuchten. Wenn Materialien angeregt werden (durch UV-Licht, Röntgenstrahlen, sichtbares Licht usw.), werden Elektronen in Fallen eingefangen, die unter thermischer Anregung freigesetzt werden und sich mit Leuchtzentren rekombinieren, wodurch das Nachleuchten entsteht. In den letzten Jahren haben Forscher Materialien mit langanhaltendem Nachleuchten in den Bereichen der biologischen Bildgebung, Strahlungsdosisdetektion und Fälschungsschutz intensiv untersucht, wodurch diese Materialien zu einem Schwerpunkt der Leuchtstoffforschung wurden. Thermische Energie spielt eine Schlüsselrolle beim Abklingen des Nachleuchtens. Dieser Artikel stellt das Energiebandsmodell sowie thermolumineszenzkinetische Gleichungen erster, zweiter und allgemeiner Ordnung vor, fasst gängige Methoden zur Abschätzung der Fallenenergie zusammen und beschreibt eine kürzlich verbesserte Methode zur kombinierten Abschätzung von Thermolumineszenzpeak-Positionen unter Verwendung unterschiedlicher Heizraten.